Hyperic HQ
Der Hyperic HQ-Agent ist überwiegend in Java implementiert. Einige Programmteile, die in Java nicht zu realisieren waren, wurden in portablem C-Code geschrieben. Der Agent läuft unter Linux, Windows, Solaris, HP/UX, Mac OS X und AIX. Die kompakte Implementierung verbraucht nur wenig Speicher- und CPU-Ressourcen. Ihre Leistungsfähigkeit und Sicherheit konnten in den vergangenen drei Jahren in einigen der anspruchsvollsten IT-Umgebungen weltweit unter Beweis gestellt werden.
Der HQ-Agent ist modular aufgebaut, wie die folgende Darstellung zeigt:

Die zentrale Komponente des Agent besteht aus einem sehr kleinen, schlanken Kernel. Er beinhaltet einen Netzwerk-Listener, dessen Funktion im Folgenden näher erläutert wird, und einen Befehlsprozessor.
Der Netzwerk-Listener implementiert das Agent-Netzwerkprotokoll, bei dem es sich um eine vereinfachte Version des über SSL übertragenen SOAP-Protokolls handelt. Er ist für die Zusammenstellung und Verteilung der Nachrichten im Netzwerk zuständig.
Der Befehlsprozessor lädt die einzelnen Subsysteme und Plugins und leitet eingehende Anfragen an das entsprechende Subsystem weiter.
Agent-Subsysteme
Der Agent ist in folgende Subsysteme unterteilt:
Unterhalb dieser Subsysteme liegt die Plugin-Schicht. Wenn ein Subsystem (z.B. für die Überwachung) mit einem bestimmten Produkt kommunizieren muss (z.B. um einen Parameter abzurufen oder einen Service neu zu starten), übergibt das Subsystem die Steuerung für dieses Produkt an das Plugin, welches dann die eigentliche produktspezifische Arbeit durchführt.
Alle Plugins kommunizieren mit den von ihnen unterstützten Produkten über standardisierte Schnittstellen, wie JMX, SNMP und JDBC. Die gesamte Kommunikation zwischen den Plugins und den von ihnen unterstützten Produkten erfolgt vollständig auf der lokalen Maschine, sodass gewährleistet ist, dass keine sicherheitskritischen oder vertraulichen Informationen über das Netzwerk geschickt werden.
Der Agent arbeitet auch dann ganz normal weiter, wenn der HQ-Server vorübergehend nicht verfügbar ist. In diesem Fall würden beispielsweise alle gesammelten Überwachungsdaten auf der Festplatte zwischengespeichert. Sobald sich der HQ-Server im Netz zurückmeldet, überträgt der Agent die zwischengespeicherten Daten.
Die Konfiguration jedes Agents (d.h. welche Parameter er sammelt, welche Steuerung planmäßig ausgeführt wird, usw.) wird zentral auf dem HQ-Server gespeichert. Wenn ein Agent aus irgendeinem Grund auf einer Plattform gelöscht wird, geht deshalb nichts verloren. Sobald der Agent wieder installiert worden ist, lädt er seine Konfigurationen vom Server herunter und arbeitet weiter, als wäre nichts geschehen. Dieses Merkmal wurde auch entwickelt, um sogenannte "burn-in"-Szenarien zu ermöglichen, bei denen der HQ-Agent Teil einer automatischen Installation über ein Plattenabbild oder Disk-Image ist (auch als "Ghost Image" bezeichnet).
Die manuelle Installation von Agents auf einer Vielzahl von Maschinen wäre ohne die Einsatzwerkzeuge von Hyperic recht zeitaufwändig. Mit diesem Toolkit ist es kein Problem, Agents auf hunderten von Maschinen über eine einzige Konsole einzusetzen. Die Einsatzwerkzeuge nutzen eine plattformunabhängigen Implementierung des SSH-Protokolls, wodurch gewährleistet ist, dass der gesamte HQ-relevante Netzwerkverkehr sicher ist.
Weiterführende Informationen zur HQ-Architektur erhalten Sie unter folgenden Links: